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Erhalt und Modernisierung des Anton-Heimreich-Hauses

Heut bin ich über Rungholt gefahren, die Stadt ging unter vor 600 Jahren.

In seiner Ballade „Trutz, Blanke Hans“ malt Detlev von Liliencron aus, was auf Pellworm  allgegenwärtig ist: das Wissen um eine untergegangene Welt – und das Leben mit Schätzen, die die Katastrophe überlebt haben. Kunstgegenstände untergegangener Kirchen fanden neue Heimat in den Kirchen Pellworms, St. Salvator (Alte Kirche) und St. Crucis (Neue Kirche). So erinnern sie bis heute an Zeiten, die einmal waren.

Auch das Anton-Heimreich-Haus, das heutige Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Pellworm, tut das: Erbaut wurde es von Rathmännern der zweiten Generation nach der großen Mandränke 1634. Als Pfarrhof sollte es im Ensemble mit der renovierten Neuen Kirche ein Zeichen setzen. Ein Zeichen dafür, dass es weiter geht. Ein Zeichen dafür, dass Pellworm eine Zukunft hat, trotz aller Zerstörung und Bedrohung, die vom Meer ausgehen kann. Ein Zeichen dafür, dass die Menschen auf Pellworm eine Zukunft haben, wenn sie unter Gottes Wort zusammenhalten und zusammenkommen.

Der alte Pfarrhof im Liliencronweg ist längst kein Pfarrhof mehr. Doch die Bedeutung des Hauses besteht bis heute: als Zeichen, dass es  weitergeht mit der Insel-Kirchengemeinde, die sich den Stürmen der Zeit stellt. Gelingen kann das nur, wenn Menschen nach wie vor Orte haben, an denen sie zusammen kommen können. In den Kirchen unter Gottes Wort genauso wie in einem Haus, das auf die Bedürfnisse einer Insel-Gemeinde ausgerichtet ist. So wurde der Pfarrhof in den 1970er Jahren umgebaut zum Gemeindehaus der Kirchengemeinde. Kirchenbüro, Raum für Kinderprogramm, Konfirmandenunterricht, Gremiensitzungen, Goldene Hochzeiten – das Haus war und ist mit Leben gefüllt. Doch es ist in die Jahre gekommen:

Die Warft hat sich gesenkt. Die Westwand des Hauses ist davon betroffen. Küche und sanitäre Anlagen bedürfen dringend der Modernisierung.  Barrierefreiheit und energetische Ertüchtigung sind zwingend für eine Zukunft des Hauses als Treffpunkt aller Generationen.

Darum packen wir es an! Das denkmalgeschützte Gebäude soll grundsaniert werden, damit seine Mauern wieder sicher stehen. Pastorat, Amtsräume und flexibel nutzbarer Raum für Veranstaltungen - all das soll wieder Platz unter einem (neu gedeckten Reet-) Dach finden; ergänzend dazu kleine Gästewohnungen im oberen Stockwerk, z.B. für die "Kirche am Urlaubsort". Dass der Zugang barrierefrei gestaltet, Küche und sanitäre Anlagen modernisiert werden, ist genauso Teil des Plans, wie die energetische Ertüchtigung des ganzen Hauses.

 

Ihre Spende trägt dazu bei, dass das Anton-Heimreich-Haus auch in Zukunft seine Funktion erfüllen kann – und ein Zeichen bleibt dafür, dass es weitergeht. Mit der Kirchengemeinde, mit den Menschen auf Pellworm.

Trutz, Blanke Hans!

Ev.-luth.  Kirchengemeinde Pellworm

Liliencronweg 10,  25849 Pellworm

 

Spendenkonto:

VR Bank Westküste

IBAN: DE08 2176 2550 0009 7218 35

Verwendungszweck: AHH-BM-822000-02

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Der Eingang 1972                                                  Der Eingang heute

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